Ersteinstellung auf Insulinpumpentherapie (CSII)

Alternativ zur Insulin-Spritze oder den Insulin-Injektionen mittels Pen, kann Insulin bei Diabetes mellitus auch über eine Insulinpumpe verabreicht werden.

Die Insulinpumpe ist kleiner als ein Päckchen Taschentücher und wird beispielsweise in der Hosentasche oder am Gürtel getragen.

Abgekürzt wird diese Art der Therapie auch mit CSII (Continuous Subcutaneous Insulin Infusion).

Im Grund ist das Prinzip sehr einfach: Die am Körper getragene Insulinpumpe ersetzt den Insulin-Pen oder die Spritze.

In Deutschland sind verschiedene Modelle von Insulinpumpen auf dem Markt. Die technische Ausstattung ist sehr anspruchsvoll und durch jahrelange Erfahrung der Hersteller ausgereift.

Für die CSII kommen ausschließlich schnell wirksames Insuline (Normalinsulin) oder schnell wirksame Insulinanaloga in Frage. Bei einigen Pumpenmodellen muss das Insulin in eine Ampulle gefüllt werden, die zur jeweiligen Insulinpumpe passt. Ein kleiner Motor in der Insulinpumpe befördert das Insulin aus der Ampulle über einen Plastikschlauch mit Nadel am Ende (Katheter) in das Unterhautfettgewebe der Bauchregion. Per Knopfdruck lässt sich die Pumpgeschwindigkeit des Motors individuell nach den Bedürfnissen einprogrammieren.

Bei der Insulinpumpe sind prinzipiell zu unterscheiden:
Insulin-Basalrate:
Sie wird individuell programmiert. Die Motorpumpe fördert hier kontinuierlich eine bestimmte Menge an Insulin, um den basalen Insulinbedarf des Körpers mit schnellwirksamen Insulin abzudecken.

Insulin-Bolus:
Auf Knopfdruck kann der Diabetiker aktiv Insulin abrufen, um entweder einen erhöhten Blutzucker zu senken und/oder Insulin für eine kohlenhydrathaltige Mahlzeit abzurufen. Der Motor der Pumpe befördert dann zusätzliches Insulin durch den Katheter in das Unterhautfettgewebe.

Diese Therapieform ist zum Beispiel geeignet für:

Typ-1-Diabetiker mit erhöhtem Insulinbedarf in den frühen Morgenstunden (Dawn-Phänomen), nächtlichen Unterzuckerungen oder instabiler Stoffwechseleinstellung mit unregelmäßigem Wechsel zwischen Hypo- und Hyperglykämien. Allgemein ausgedrückt: Diabetiker, bei denen sich die persönlichen Therapieziele nicht mittels intensivierter konventioneller Insulintherapie (ICT) erreichen lassen.

Typ-1-Diabetiker mit unplanbarem Tagesablauf, z.B. in Wechselschichten etc.

Typ-1-Diabetiker mit verminderter Unterzuckerungswahrnehmung.

Schlanke Typ-2-Diabetiker mit Insulinmangel, bei denen die Therapieziele durch eine ICT nicht zu erreichen sind.

Diabetikerinnen mit Schwangerschaftswunsch oder bereits schwangere Diabetikerinnen, wenn durch eine ICT die straffen Therapieziele nicht erreicht werden können. Bei der Mehrzahl der schwangeren Typ-1-Diabetikerinnen ist aber unter ICT eine ausreichende Blutzuckereinstellung gegeben.

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